Bericht: Qualität und Evaluierung bei weltwärts

Die Weiterentwicklung und insbesondere die Qualitätsentwicklung bei internationalen Freiwilligendiensten ist eines der aktuellsten Themen in der heutigen Freiwilligendienst-Szene in Deutschland. Als gemeinsamer Vertreter von grenzenlos e.V. und NicaNetz brachte ich mich in diesen Prozess beim weltwärts-Programm ein. Bei regelmäßigen Treffen der sogenannten „Fachgruppe Evaluation und Qualität“, die der weltwärts-Beirat eingesetzt hatte, vertrat ich die Perspektive ehemaliger Freiwilliger in den Diskussionen. In der Gruppe wurden Fragen diskutiert wie: Sollte die Vergabe von Fördergeldern an Qualitätskriterien gekoppelt werden? Wie sehen die Mindestanforderungen an die Durchführung des weltwärts-Dienstes aus? Oder: Auf welches gemeinsame Verständnis von unterschiedlichen Qualitätsbegriffen können wir uns einigen?
In den Jahren 2010 und 2011 beschäftigte sich die Fachgruppe hauptsächlich mit der großen Evaluierung des weltwärts-Programms. Wir waren Teil der so genannten Referenzgruppe, die den gesamten Evaluationsprozess begleitete. Dazu trafen wir uns mehrmals mit der Firma Rambøll, die die Studie durchführte, und besprach mit ihnen die jeweiligen Evaluationsschritte. Um eine möglichst breite Freiwilligenperspektive in den Prozess einbringen zu können, richteten wir von grenzenlos e.V. eine eigene kleine Fachgruppe ein, die gemeinsam mit mir alle Fragebögen, Dokumente, Berichte und Schritte von Rambøll studierte und aus einer Ehemaligen-Perspektive kommentierte. Bei den Treffen konnte ich so eine umfassende Meinung vertreten.
Die Arbeit rund um Qualität empfand ich stets als sehr spannend und die Gremien baten eine gute Möglichkeit, „an vorderster Front“ zur Weiterentwicklung des Programms beizutragen und eigene Erfahrungen einzubringen. Seit November 2011 arbeite ich nun im weltwärts-Sekretariat und bin dort zuständig für Evaluation und Qualitätsmanagement.

Benjamin Haas (Mitglied von grenzenlos e.V.)