politische Arbeit

Ein PFIFfiges Werkstattwochenende

Am ersten Juniwochenende fand das offene Werkstattwochenende der PFIF statt. Die PFIF ist die Politische Freiwilligenvertretung internationaler Freiwilligendienst. Im schönen Rehfelde bei Berlin trafen alte und neue Gesichter aufeinander, um gemeinsam die aktuellen Entwicklungen des weltwärts-Programms und innerhalb der PFIF zu besprechen und ein schönes Sommerwochenende gemeinsam zu verbringen.

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Bericht: Qualität und Evaluierung bei weltwärts

Die Weiterentwicklung und insbesondere die Qualitätsentwicklung bei internationalen Freiwilligendiensten ist eines der aktuellsten Themen in der heutigen Freiwilligendienst-Szene in Deutschland. Als gemeinsamer Vertreter von grenzenlos e.V. und NicaNetz brachte ich mich in diesen Prozess beim weltwärts-Programm ein. Bei regelmäßigen Treffen der sogenannten „Fachgruppe Evaluation und Qualität“, die der weltwärts-Beirat eingesetzt hatte, vertrat ich die Perspektive ehemaliger Freiwilliger in den Diskussionen. In der Gruppe wurden Fragen diskutiert wie: Sollte die Vergabe von Fördergeldern an Qualitätskriterien gekoppelt werden? Wie sehen die Mindestanforderungen an die Durchführung des weltwärts-Dienstes aus? Oder: Auf welches gemeinsame Verständnis von unterschiedlichen Qualitätsbegriffen können wir uns einigen?
In den Jahren 2010 und 2011 beschäftigte sich die Fachgruppe hauptsächlich mit der großen Evaluierung des weltwärts-Programms. Wir waren Teil der so genannten Referenzgruppe, die den gesamten Evaluationsprozess begleitete. Dazu trafen wir uns mehrmals mit der Firma Rambøll, die die Studie durchführte, und besprach mit ihnen die jeweiligen Evaluationsschritte. Um eine möglichst breite Freiwilligenperspektive in den Prozess einbringen zu können, richteten wir von grenzenlos e.V. eine eigene kleine Fachgruppe ein, die gemeinsam mit mir alle Fragebögen, Dokumente, Berichte und Schritte von Rambøll studierte und aus einer Ehemaligen-Perspektive kommentierte. Bei den Treffen konnte ich so eine umfassende Meinung vertreten.
Die Arbeit rund um Qualität empfand ich stets als sehr spannend und die Gremien baten eine gute Möglichkeit, „an vorderster Front“ zur Weiterentwicklung des Programms beizutragen und eigene Erfahrungen einzubringen. Seit November 2011 arbeite ich nun im weltwärts-Sekretariat und bin dort zuständig für Evaluation und Qualitätsmanagement.

Benjamin Haas (Mitglied von grenzenlos e.V.)

politische Arbeit

Politische Arbeit zum Thema internationale Freiwilligendienste gibt uns als Ehemaligen die Möglichkeit, Einfluss auf die Weiterentwicklung internationaler Freiwilligendienstprogramme wie weltwärts oder kulturweit zu nehmen und eine Freiwilligenperspektive in die Diskussion einzubringen.

Dies kann durch Gremienarbeit geschehen, die ein wichtiger Bestandteil der politischen Arbeit ist. In zahlreichen Gremien erarbeiten und diskutieren wir mit VertreterInnen von Entsendeorganisationen und Bundesministerien Vorschläge zur Weiterentwicklung der bestehenden Freiwilligendienstprogramme, wie zum Beispiel Arbeitsgruppen, die sich im Zuge der weltwärts-Evaluation gebildet hatten und bis Ende 2012 aktiv waren.

Doch politische Arbeit bedeutet nicht nur Gremienarbeit – auch Stellungnahmen gehören dazu, die wir zu aktuellen Entwicklungen und Thematiken verfassen und an die entsprechenden politischen Entscheidungsträger richten, um unsere Sicht der Dinge mitzuteilen.

Politische Arbeit kann außerdem Lobby- und Informationsarbeit für internationale Freiwilligendienste bedeuten, wie es auf der Politischen Studienfahrt 2007 der Fall war. Im Vorfeld des weltwärts-Programms machten sich damals zahlreiche RückkehrerInnen von Freiwilligendiensten auf den Weg nach Berlin, um dort mit PolitikerInnen aller Parteien über weltwärts zu diskutieren.

2012 haben wir organisationsübergreifend außerdem die Politische Freiwilligenvertretung internationaler Freiwilligendienste (PFIF) konzipiert. Sie ist der Versuch, Freiwillige und Rückkehrer*innen zukünftig legitim politisch zu vertreten und dabei offen für alle zu sein, die daran mitarbeiten wollen. So wollen wir konventionelle Politik ein Stück weit revolutionieren. Die PFIF ist deshalb für alle Freiwilligendienstprogramme und Freiwillige aller Entsendeorganisationen offen.

Mittlerweile werden die Freiwilligen in mehreren Gremien des weltwärts-Programms durch ehemalige Freiwillige vertreten. Wenn Du Dich in der politischen Arbeit engagieren oder über die aktuellen Entwicklungen in der Freiwilligenvertretung informiert sein möchtest, schau bei http://www.freiwilligenvertretung.de/ vorbei oder sende einfach eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - und gestalte Freiwilligendienstprogramme zukünftig selbst mit!

 

Stellungnahme zur Partizipation von Freiwilligen im Steuerungsgremium

Grenzenlos, NicaNetz, Color Esperanza, Bolivien-Netz und Zugvögel, sowie die weiteren TeilnehmerInnen des Politischen Treffens internationaler Freiwilliger vom 13.-15. April in Weimar, stehen den Arbeitsgruppen zur Umsetzung der weltwärts-Evaluierungsempfehlungen positiv gegenüber und tragen durch ihre Mitarbeit zur Weiterentwicklung des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes bei.
Während des Treffens zur zukünftigen politischen Arbeit internationaler Freiwilliger, dessen Initiative auf der undjetzt?!-Konferenz 2011 entstand, wurde deutlich, dass bei den zurückgekehrten Freiwilligen großer Bedarf besteht, politisch bei der Weiterentwicklung des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes weltwärts mitzuwirken.

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