PFIF-Stellungnahme zur geplanten Bündelung der Auslandsfreiwilligendienste im BMFSFJ

Grund der Stellungnahme

Der Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung sieht vor, dass "alle geregelten Auslands-freiwilligendienste" im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gebündelt werden sollen. Konkret bedeutet dies, dass das weltwärts-Programm voraussichtlich zeitnah vom Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) an das BMFSFJ übergeben werden soll. Zahlreiche Organisationen aus dem Bereich internationaler Freiwilligendienste haben daraufhin Stellung bezogen und Gerd Müller, Minister des BMZ, äußerte sich am vorletzten Donnerstag, den 20.02., für einen Verbleib von weltwärts in seinem Zuständigkeitsbereich: „weltwärts ist und bleibt beim BMZ“

Die Perspektive der Freiwilligen

PFIF hatte in diesem Zusammenhang die ehemaligen Freiwilligen der Auslandsfreiwilligendienste dazu aufgerufen, ihre Meinung zu diesen Entwicklungen zu äußern, um eine Position auf Grundlage dieses Stimmungsbildes formulieren zu können. Die Rückmeldungen, die uns auf verschiedenen Wegen (Facebook, E-Mail) erreichten, waren vielfältig. Als PFIF wollen wir daher die Meinungen und Befürchtungen gebündelt abbilden. Aus den Nachrichten und dem Austausch mit den Freiwilligen ergaben sich folgende Punkte, die für die aktuellen Entwicklungen aus Freiwilligen-Perspektive von zentraler Bedeutung sind:

Auf dieser Grundlage stellt PFIF fest, dass die im Koalitionsvertrag vorgesehene Bündelung der Auslandsfreiwilligendienste nicht auf Kosten der bisherigen Fortschritte in den Programmen und ihrem jeweils spezifischen Profil gehen darf! Im Gegenteil sollten im Fall einer Harmonisierung der Rahmenbedingungen die Errungenschaften des weltwärts Programms bei der Beteiligung von zurückgekehrten Freiwilligen an politischen Entscheidungsprozessen (am Beispiel von PFIF) mitgedacht werden. Auch andere im Gemeinschaftswerk weltwärts erarbeitete Qualitätsmerkmale (Beteiligung von Zivilgesellschaft in Programmsteuerung und –gestaltung, Süd-Nord-Komponente, Förderung von Ehemaligenengagement, Maßnahmen zur Erreichung anderer Zielgruppen, u.a.) sollten auch auf andere internationale Freiwilligendienste ausgeweitet werden!

PFIF Stellungnahme zum herunterladen